Heiraten und Hochzeit in der Schweiz Teil 2/5: Das Standesamt

Jetzt kann das Wechseln der Eheringe bei der Trauung aud dem Standesamt losgehen

Wenn man alle Dokumente beisammen hat und die Anmeldung der Trauung auf dem Zivilstandsamt erfolgreich war, ist das „Schlimmste“ eigentlich geschafft. Jetzt kann man sich entspannt zurücklehnen und auf den grossen Tag freuen: Die Trauung auf dem Standesamt

Wichtig zu wissen, bevor man den grossen Schritt wagt: Trauungen sind in der Schweiz öffentlich und finden in einem ausgewiesenen Traulokal vor einem Zivilstandsbeamten oder einer -beamtin statt. Man kann also nicht an einem x-beliebigen Ort heiraten, sondern muss auf die Traulokale der Zivilstandsämter zurückgreifen. Hier hat sich in den vergangenen Jahren aber eine Menge getan: Viele Zivilstandsämter bieten mittlerweile aussergewöhnliche Traulokale an, die sich ausserhalb des Rathauses befinden.

Ausserdem braucht man noch zwei mündige Trauzeugen, die selbst ausgewählt werden dürfen. Und dann ist es soweit: Der Beamte oder die Beamtin fragt das heiratswillige Paar getrennt, ob sie die Ehe miteinander eingehen möchten. Beantworten beide die Fage mit „Ja“, gilt die Ehe als geschlossen. Nun folgen die Unterschriften von Brautpaar und Trauzeugen unter die Bestätigung der Eheschliessung. Abschliessend bekommt das junge Ehepaar eine Trauungsurkunde beziehungsweise einen Familienausweis. Dem Gang vor den Traualtar steht nun nichts mehr im Wege.

Was brauchen gleichgeschlechtliche Heiratswillige in der Schweiz für ihre Hochzeit?

Seit einiger Zeit besteht in der Schweiz die Möglichkeit für gleichgeschlechtliche Paare, ihre Partnerschaft eintragen zu lassen. Das können allerdings nur Schweizer Staatsbürger oder Perssonen, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben, sein. Die Vorgaben sind ähnlich wie bei einer Eheschliessung: Die Partner oder Partnerinnen müssen beide das 18. Lebensjahr vollendet haben und es darf keine unaufgelöste Ehe, eingetragene Partnerschaft in der Schweiz oder im Ausland oder unerlaubte Verwandschaftsbeziehung bestehen.

Auch für die benötigten Dokumente gelten in der Regel die gleichen Vorgaben die bei einer Eheschliessung vorgesehen sind. Wer sich seiner Sache nicht ganz sicher ist, fragt am besten beim Zivilstandsamt des Wohnortes nach. Bei der Wahl des Nachnamens können sich gleichgeschlechtliche Paare für einen Namen entscheiden. Am Heimatort und der Staatsangehörigkeit ändert sich durch die Eintragung einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft nichts. Gleichgeschlechtliche Paare können ihre Patnerschaft im Rahmen einer der Eheschliessung ähnlichen Zeremonie eintragen lasssen. Wer`s eilig hat, kann das aber auch unmittelbar nach der Unterzeichnung der Dokumente und des Vorverfahrens tun. Abschliessend gibt es für das Paar einen Partnerschaftsausweis.