Heiraten und Hochzeit in der Schweiz Teil 1/5

Wie Heiratswillige rechtlich in den Stand der Ehe treten, um eine kirchliche Hochzeit zu feiern und Trauringe anstecken zu dürfen

Heiratswillige Schweizer Paare müssen in ihrem Heimatland eine Vielzahl an Dokumenten vorlegen und einige Formulare ausfüllen, bis es heisst: Wir sind verheiratet und das Eheringe-Tauschen darf stattfinden. Welche Fristen eingehalten werden müssen und wer was wo vorlegen muss, haben wir in diesem Beitrag zusammengestellt.
Hier eine Kurzfassung:
Schweizer Paare, die rechtlich verbindlich in den Stand der Ehe treten wollen, sollte der erste Weg zum Zivilstandsamt am schweizerischen Wohnort der Braut oder des Bräutigams führen. Die Mitarbeiter der Zivilstandsämter oder des zuständigen Standesamt informieren ausführlich über die notwendigen Dokumente, die vorgelegt werden müssen, händigen Formulare aus und wissen Bescheid über die Voraussetzungen, die für eine Eheschliessung gegeben sein müssen. Ganz wichtig ist hier zum Beeispiel die Tatsache, dass beide (!) Verlobten das 18. Lebensjahr vollendet haben müssen, um in den Stand der Ehe treten, beziehungsweise zunächst das Ehevorbereitungsverfahren einleiten zu können.

Im zweiten Schritt füllt das Paar ein „Gesuch um Vorbereitung der Eheschliessung“ aus und legt die erforderlichen Dokumente vor. Der zeitliche Rahmen liegt dabei bei frühestens sechs bis vier Monaten und spätestens einem Monat vor dem gewünschten Heiratstermin. Die Zeiten können je nach Zivilstandsamt variieren.

Was brauchen Heiratswilllige Schweizer?

Wenn beide Verlobten Schweizer Staatsbürger mit Wohnsitz in der Schweiz sind, müssen in der Regel folgende Dokumente vorgelegt werden:

– ausgefüllter Gesuch um Vorbereitung der Eheschliessung

– Personenstandausweise, die nicht älter als sechs Monate sind (gibt es beim Zivilstandsamt des Heimatortes; hier können bei der Besorgung auch die Mitarbeiter des Zivilstandsamtes, vor dem die Ehe geschlossen werden soll, weiterhelfen)

– Niederlassungsausweise oder neu ausgeschtellte Wohnsitzbescheinigungen

– wenn die Verlobten bereits gemeinsame Kinder haben: für jedes gemeinsame (!) Kind einen Personenstandsausweis

– persönlicher Ausweis (ID, Pass)

– Personen mit Vormund benötigen ausserdem die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters

Was brauchen ausländische Heiratswillige in der Schweiz?

Verlobte, die zwar in der Schweiz ihren Wohnsitz haben, aber keine Schweizer Staatsbürger sind, sollten rechtzeitig das Gespräch mit dem Zivilstandsamt am Wohnort suchen, um sich über die rechtlichen Gegebenheiten zu informieren. Das hilft, unerfreuliche Verzögerungen zu vermeiden und den gewünschten Heiratstermin zu behalten.

Ausschlaggebend dafür, welche Dokumente vorzulegen sind, sind der Herkunftsstaat und der Zivilstand (ledig, geschieden, verwitwet) der Verlobten. Ausserdem dürfen die Dokumente nicht älter als sechs Monate sein und müssen in Deutsch, Fanzösich, Italienisch oder Englich vorgelegt werden. Ansonsten bedarf es einer beglaubigten Übersetzung in eine der Schweizer Amtsprachen.

In der Regel sind folgende Dokumente vorzulegen:

– Geburtsschein

– Zivilstandsausweis

– Wohnsitzausweis

– verwitwerte Personen: Scheidungsurteil mit Rechtskraftsbescheinigung

– persönlicher Ausweis (Pass oder Identitätskarte)

Eventuell kann das Zivilstandsamt eine Beglaubigung der Dokumente durch die zuständige Schweizer Vertretung verlangen. Das hängt aber vom Herkunftsland der Verlobten ab. Hilfreich ist hier ein Blick in die Länderliste mit Informationen zu Eheschliessungen von Ausländerinnen und Ausländern in der Schweiz. Sie ist zu finden unter www.gaz.ch

httpv://www.youtube.com/watch?v=i4_VmkFuqHI standesamtliche Trauung Sprecherin